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Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―Β―
Stimmlosigkeit
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
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Stimmlosigkeit ist ein Begriff aus der sprachwissenschaftlichen Teildisziplin Phonetik und bedeutet, dass bei der Artikulation eines Lautes die Stimmlippen nicht beteiligt sind. Bei stimmlos artikulierten Lauten liegen diese so weit auseinander, dass der aus der Lunge kommende Luftstrom ungehindert durch die Stimmritze flieΓen kann und somit kein Stimmton erzeugt wird.
Im Gegensatz dazu wird bei stimmhaften Lauten durch die Vibration der Stimmlippen ein Ton gebildet. Stimmhafte Laute β insbesondere Sonoranten β sind durch diesen Klang geprΓ€gt, wΓ€hrend bei stimmlosen Lauten GerΓ€usche vorwiegen.
Contents
β’ Akustik
β’ Notation
β’ Anmerkungen
β’ Einzelnachweise
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
Akustik
Bei der Unterscheidung zwischen Stimmlosigkeit und Stimmhaftigkeit ist die Voice Onset Time (VOT) von Bedeutung. Die VOT ist der zeitliche Abstand zwischen dem hΓΆrbaren LΓΆsen eines Verschlusses und dem Beginn der Stimmlippenschwingung, also dem Einsatz des Stimmtons. Setzt ein Stimmton erst mehr als circa 40 Millisekunden nach dem GerΓ€uscheinsatz ein, wird der vorhergehende Verschluss als stimmlos wahrgenommen. Hingegen wird ein Verschlusslaut eindeutig als stimmhaft wahrgenommen, wenn der Stimmeinsatz vor, wΓ€hrend oder innerhalb von 20 Millisekunden nach der LΓΆsung des Verschlusses erfolgt.cite-ref-1[1]
In der visuellen Darstellung von Lauten (Spektrogramm), wie sie in der Akustik und Phonetik ΓΌblich ist, zeigt die Abwesenheit einer periodischen Komponente einen stimmlosen Laut an. Das liegt darin begrΓΌndet, dass die bei einem stimmhaften Laut erzeugte Vibration der Stimmlippen regelmΓ€Γig ist, wΓ€hrend typische stimmlose Laute, insbesondere Frikative, unregelmΓ€Γige Luftverwirbelungen erzeugen.
Stimmlosigkeit in der Sprache
Stimmlose Laute sind in der Regel Konsonanten. Im Deutschen sind dies:
Auch wort- oder silbenauslautende Vokale kΓΆnnen ihre Stimmhaftigkeit verlieren, z. B. im Lettischen, im Japanischen oder im europΓ€ischen Portugiesischen.cite-ref-3[2]
Beim FlΓΌstern werden die Stimmlippen nicht angeregt, entsprechend werden dabei alle Laute stimmlos artikuliert.
Notation
Im Internationalen Phonetischen Alphabet wird, falls der betreffende Laut nicht wie etwa β[β fβ ]β ein eigenes Zeichen hat, die Stimmlosigkeit durch das IPA-Zeichen 402 angezeigt. Die verwendete Glyphe ist ein untergesetzter Ring (IPA-Nummer 402A, Unicode COMBINING RING BELOW U+0325), zum Beispiel β[β nΜ₯β ]β (stimmloser alveolarer Nasal), oder ein aufgesetzter Ring (IPA-Nummer 402B, Unicode COMBINING RING ABOVE U+030A), wenn das Grundzeichen UnterlΓ€nge hat, zum Beispiel β[β ΕΜβ ]β (stimmloser velarer Nasal).
Anmerkungen
cite-note-2Anm. 1. β Die Ursache der Stimmlosigkeit des glottalen Verschlusslauts β[β Κβ ]β unterscheidet sich von der der anderen Konsonanten, bei denen wie oben beschrieben die Stimmlippen auseinander liegen und den Luftstrom passieren lassen. Im Falle von β[β Κβ ]β liegen im Gegenteil die Stimmlippen aneinander, so dass sie den Luftstrom vollstΓ€ndig blockieren. Daher kommt es, dass Phonetiker wie Ian Catford den Begriff stimmlos bei der artikulatorischen Beschreibung nur auf Laute mit Luftstrompassage an den Stimmlippen anwenden, nicht aber auf β[β Κβ ]β, obwohl auf phonologischer Ebene β/β Κβ /β das Merkmal [-stimmhaft] aufweist.
Einzelnachweise
cite-note-11. β Siehe George A. Miller: WΓΆrter. StreifzΓΌge durch die Psycholinguistik. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen ΓΌbersetzt von Joachim Grabowski und Christiane Fellbaum. Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1993; Lizenzausgabe: Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1995; 2. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-86150-115-5. Siehe S. 99 im Text und Diagramm 4.12 (in der Legende zum Diagramm steht fΓ€lschlich β..stimmhaft gehΓΆrtβ statt βstimmlosβ).
cite-note-32. β Maria Helena Mateus: The phonology of Portuguese. Oxford: Oxford Univ. Press 2002.